EN 1090-1

Diese Normenreihe behandelt die Ausführung von Stahltragwerken und Aluminiumtragwerken.

 

Bisher sind 3 Teile veröffentlicht:

 

Teil 1 - Konformitätsnachweisverfahren für tragende Bauteile

 

Hier wird beschrieben welche Eigenschaften der Produkte zu deklarieren sind, welche Anforderungen demgemäß gelten und welche Möglichkeiten es gibt, diese zu erfüllen. Zusätzlich ist beschrieben, welche Aufgaben der Hersteller und welche die eingebundene Konformitätbewertungsstelle (KBS) haben.

 

Teil 2 - Technische Regeln für die Ausführung von Stahltragwerken

 

Teil 3 - Technische Regeln für die Ausführung von Aluminiumtragwerken

 

Hier werden in Abhängigkeit von verschiedenen Ausführungsklassen unterschiedliche Anforderungen beschrieben. Die Ausführungsklasse mit den niedrigsten Anforderungen ist die Ausführungsklasse EXC1 und die mit den höchsten EXC4. Neben diesen Anforderungen, finden sich hier auch Vorgaben in Abhängigkeit von der entsprechenden Ausführungsklasse, beispielsweise für das Schweißaufsichtspersonal etc.

 

(Teil 4  - Technische Anforderungen an dünnwandige kaltgeformte Bauelemente aus Stahl und tragende Bauteile für Dach-, Decken-, Boden- und Wandanwendungen gibt es bisher nur als Norm-Entwurf).

 

Der erste Teil ist für  Hersteller und Inverkehrbringer für die CE-Kennzeichnung wichtig. Metallproduzierende und metallverarbeitende Unternehmen, die ihre Produkte in der Europäischen Union auf den Markt bringen möchten, müssen ihre werkseigene Produktionskontrolle nach der harmonisierten Europäischen Norm EN 1090-1 zertifizieren lassen. Erst wenn dies erfolgreich absolviert ist, ist der Hersteller bzw. Inverkehrbringer befugt, die geforderte Leistungserklärung gemäß BauPVO auszustellen und seine Produkte mit dem CE-Kennzeichen zu versehen.

 

Zertifizierung

 

Im ersten Schritt weist der Hersteller durch eine Erstprüfung (ITT) und Erstberechnung (ITC) nach, dass er über die Voraussetzungen verfügt, tragende Bauteil und Bausätze normkonform zu liefern.

 

Parallel muss der Hersteller ein System der WPK (werkseigenen Produktionskontrolle) einrichten, dokumentieren und aufrechterhalten, um sicherzustellen, dass in Verkehr gebrachte Produkte die deklarierten Leistungsmerkmale aufweisen.

 

Im Rahmen der Erstinspektion wird von uns überprüft, ob die eingerichteten Systeme (WPK) zur normkonformen Herstellung der Bauteile und Bausätze geeignet sind.

 

Bei den folgenden Überwachungen vergewissern wir uns, dass die eingerichteten Systeme (WPK) zur normkonformen Herstellung der Bauteile und Bausätze nach wie vor existieren.